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Mediale Auswertung der Berlinale 2026

Datum: 24. Februar 2026 | Autor*in: André Becker | Kategorie: Blog | Lesezeit: 5 Min.

Die Berlinale zählt zu den bedeutendsten Filmfestivals der Welt und verwandelt Berlin einmal im Jahr (meist im Februar) in einen pulsierenden Treffpunkt für Filmschaffende, Publikum und internationale Medien.

 

Mit ihren zahlreichen Sektionen ist das Festival nicht nur ein Schaufenster des globalen Kinos, sondern auch ein Spiegel der Zeit mit allen sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen und Problemlagen. Die politische Dimension wurde daher auch immer wieder medial aufgegriffen. So beschrieb Spiegel Online das Festival in einem Fazit mit den Worten „Politischer geht es kaum“.

 

Neben einigen mehr oder minder grossen Skandalen zeigte sich die Hauptstadt vor allem verregnet und auch wenn in diesem Jahr die Stardichte angeblich nicht sehr hoch war, konnte man am Potsdamer Platz doch den einen oder anderen Celebrity auf dem roten Teppich entdecken.

 

Bereits 2018 haben wir mit einer Social Media Analyse die Medienberichterstattung ausgewertet und mit Insights eingeordnet. Fast zehn Jahre später wiederholen wir dies, erweitern unsere Analyse aber auf alle frei zugänglichen, analysierbaren digitalen Medien. Insofern enthält die nun folgende kurze Analyse zur 76. Berlinale auch den Blick auf das Beitragsaufkommen in internationalen Onlinemedien.

 

Als Analysezeitraum haben wir das Zeitfenster 25.01. – 23.02. (Stand: 10:00 Uhr) gewählt. Insbesondere weil wir davon ausgegangen sind, das vor allem im Zeitraum vor Festivalbeginn zahlreiche Beiträge erschienen sind. Genutzt wurde das Monitoring-Tool Talkwalker, als Suchphrase diente uns eine denkbar simple Searchquery (Berlinale).

 

 

Die Ergebnisse auf einen Blick

 

Es wurden insgesamt 229 Tsd. Beiträge veröffentlicht. Peaks im Beitragsvolumen sind dabei vor allem zu Beginn (12.02.) und an den letzten Tagen der Berlinale (22.02.) zu finden. Dies lässt sich auf dem Verlaufsdiagramm auch gut nachvollziehen.

Der Post mit dem höchsten Engagement wurde von der Künstlerin Charlix xcx veröffentlicht, die auf der Berlinale mit einem Film über die Höhen und Tiefen ihres Erfolgs vertreten war (Titel: The Moment). Ihr Instagram-Post vom 15.02. (Beitrag inzwischen gelöscht) erreichte ein Gesamt-Engagement von ca. 437 Tsd. Reaktionen.

Bei den Kanälen verteilt sich das Beitragsaufkommen zu 82 % auf Social-Media-Channels, lediglich 8 % aller Posts entfallen auf Onlinemedien.

 

In Hinblick auf die Verteilung nach Ländern kommt ein Grossteil der Beiträge aus den USA (25 %) und Deutschland (16 %). Mit rund 10 % ist allerdings auch Spanien relativ stark vertreten.

 

 

Ausgewählte Insights zu Filmen und Auszeichnungen

 

Der goldene Bär, die höchste Auszeichnung der Berlinale, ging an den Film „Gelbe Briefe“ des Regisseurs İlker Çatak. Damit wurde erstmals seit mehreren Jahrzehnten wieder ein deutscher Regisseur mit dem Hauptpreis ausgezeichnet.

 

Der Film selbst erhielt innerhalb unserer Suche rund 2,1 Tsd. Treffer. Besonders engagement-stark waren hier Instagram-Posts, die primär von den Social-Media-Präsenzen von News-Seiten kamen. Das höchste Engagement (ca. 26 Tsd. Reaktionen) generierte der Beitrag des Tagesschau-Instagram-Kanals.

Der zweitwichtigste Preis (der silberne Bär) des Festivals wurde an die Schauspielerin Sandra Hüller für ihre Darstellung im Drama „Rose“ verliehen. Interessanterweise ist dabei das Beitragsaufkommen zum Film Rose (gesucht über: Rose AND Hüller) deutlich höher als zu „Gelbe Briefe“. Insgesamt 4,1 Tsd. Beiträge nennen den Film im Zusammenhang mit seiner Hauptdarstellerin.

 

Event-Analysen schnell erstellt

 

Haben Sie Fragen zur Auswertung oder Interesse an einer vergleichbaren Analyse? Das Projektteam von ARGUS DATA INSIGHTS steht Ihnen für Fragen jederzeit zur Verfügung.

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Autor*in

André Becker

Lead Social Media Analyse & Consulting bei ARGUS DATA INSIGHTS

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