5 Tipps, um Ihre Zielgruppe besser zu verstehen

Datum: 27. Februar 2020 Autor: Stefan Siefert Kategorie: Zielgruppenanalyse, Medienanalyse Lesezeit: 6 Min.

Sie ist die Zielscheibe jeglicher Kommunikationsaktivitäten und für den Erfolg von Unternehmen integral: die Zielgruppe. Ist sie erst einmal definiert, ist die Arbeit aber noch lange nicht getan! Denn damit die Ansprache der auserwählten Kundschaft wirklich gelingt, müssen Unternehmen die Menschen verstehen, die sich hinter dieser Zielgruppe verbergen. Aber was bedeutet das eigentlich, seine Zielgruppe zu verstehen?

 

Meist werden Zielgruppen in unterschiedliche Segmente mit unterschiedlichen Merkmalen eingeteilt. Sie zeichnen sich dementsprechend über Wohnort, Alter, Einkommen und Verkaufsverhalten aus. Eine Zielgruppe besteht allerdings nicht nur aus demografischen Daten, sondern sie setzt sich aus weitaus komplexeren und sehr interessanten Attributen wie Interessen und psychologischen Treibern zusammen. Mithilfe von Mediendaten (z.B. klassische Medien und Social Media) können Zielgruppen vertieft analysiert werden, um diese Attribute zu identifizieren.

Was bedeutet «Zielgruppe verstehen»?

Bei einer Zielgruppendefinition wird die Zielgruppe, die erreicht werden soll, strategisch festgelegt. Im Unterschied dazu fokussiert sich das Zielgruppenverständnis darauf, wie sich diese Zielgruppe verhält, was sie bewegt und wofür sie sich interessiert. Dabei fokussiert sich die Begrifflichkeit «Zielgruppe verstehen» vielmehr auf das Verhalten von Zielgruppen als demografische Merkmale.

 

Die Einordnung in Verhaltensweisen entspricht nicht der klassischen Zielgruppensegmentierung in psychografische Merkmale, sondern vielmehr dem Ansatz von Nutzertypen, der Zielgruppen nach ihrem Verhalten und ihren Wertvorstellungen clustert.

 

Wenn Sie also Ihre Zielgruppe intensiv verstehen wollen, müssen Sie deren psychologische Motivation identifizieren. Dabei geht es weniger um den Persona-Aspekt, sondern um die psychologischen Treiber, die eine Person leiten. So kann sich zum Beispiel eine Person für vegane Lebensmittelprodukte interessieren, weil vegane Ernährung gerade im Trend ist, während eine andere Person vegane Produkte aus innerer Überzeugung oder aus Umweltgründen einkauft.

 

Die beiden Personen gelangen daher aus unterschiedlichen Beweggründen zum selben Produkt. Die unterschiedlichen psychologischen Treiber ergeben geclustert unterschiedliche Nutzertypen, respektive Zielgruppen. Kategorisiert wird dabei nach unterschiedlichen Mindsets, nicht nach Wohnort oder Alter. Das bedeutet, es ist nicht primär relevant, wie alt jemand ist oder aus welcher Ortschaft die Person kommt, sondern nach welchen Gründen oder eben psychologischen Treibern die Person handelt.

 

Zielgruppe verstehen

 

Sind Sie sicher, dass Sie Ihre Zielgruppe kennen?

Oft haben Unternehmen einen blinden Fleck, wenn es um Ihre Zielgruppe geht. Selbst wenn Sie Ihre Zielgruppe mittels interner (aus Google Analytics, CRM-Auswertungen, Umfragen, etc.) oder externer Daten (Studien, Marktforschung oder Online-Tools) sorgfältig definiert haben, können Ihnen wichtige Verhaltensmuster oder Interessensgebiete entgehen.

 

Damit Ihr Verständnis von Ihrer Kernzielgruppe nicht einstaubt, ist es wichtig, offen für Neues zu bleiben. Eventuell entwickeln sich Trends und Verhaltensmuster in Ihrer Zielgruppe, die Sie gar nicht auf dem Radar hatten. Um diesem blinden Fleck entgegenzuwirken, lohnt sich ein crossmediales Monitoring inklusive Social Listening oder Social-Media-Analyse.

 

Ein sauberes Social Listening braucht Zeit und eine tiefe Analyse der vorhandenen Daten. Für einen solchen Daten-Deep-Dive lohnt sich die Zusammenarbeit mit Experten, die professionell mit Daten umgehen können und wissen, was sie im Detail für die Zielgruppe bedeuten.

 

5 Vorteile der Social-Media-Analyse:

  • Tiefes Verständnis: Sie finden heraus, welche Themen für Ihre Zielgruppe relevant sind, welche Interessen sie hat und wie sie auf bestimmte Inhalte reagiert.
  • Nutzung in Produktentwicklung und -ausgestaltung: Ein tiefes Verständnis vom Verhalten der Zielgruppe liefert Ihnen Ansätze für die Entwicklung und Ausgestaltung Ihrer Produkte.
  • Effizienz und sinnvoller Einsatz der Ressourcen: Wenn Sie wissen, wo und wie Sie Ihre Zielgruppe abholen müssen, sparen Sie sich Kampagne und Content, die am Ziel vorbeischiessen. 
  • Identifizierung von Trends: Bei einer Social-Media-Analyse stolpert man nicht selten über Verhaltensmuster und Interessen, die man von seiner Zielgruppe gar nicht erwartet hätte, oder gar über eine komplett neue Zielgruppe. Sie stellen somit also sicher, dass wichtige Entwicklungen und Trends nicht unbemerkt an Ihnen vorbeigehen. 
  • Datenbasiert Resultate: Ihr Verständnis von Ihrer Zielgruppe ist nicht einfach eine Annahme, sondern basiert auf Daten, die direkt das Verhalten Ihrer potenziellen Kunden spiegeln. 

 

Lernen Sie, Ihre Zielgruppe richtig zu verstehen

Für eine präzise Ansprache der Zielgruppe müssen Unternehmen zielorientierte Inhalte produzieren, mit denen sich die Zielgruppe identifizieren kann. Dafür muss man allerdings zuerst einmal wissen, für welche Themen sie sich überhaupt interessiert.

 

Um dem Verhalten der Zielgruppe auf den Zahn zu fühlen, eignet sich eine Social-Media-Analyse besonders gut. Sie identifiziert Interessensgebiete, Themen und Denkmuster der Zielgruppe.

 

Demografische Aspekte sind aus einer Social-Media-Analyse zwar auch identifizierbar, sie bewegen sich allerdings auf einem breiteren, globalen Level. Prinzipiell geht aus einer Social-Media-Analyse hervor, für welche Themen sich die Zielgruppe interessiert, wie sie auf Themen reagiert und welche Trends aktuell sind. Unternehmen wiederum können diese Informationen nicht nur in der Produktentwicklung selbst, sondern auch in der Produktausgestaltung und für Positionierungen nutzen.

 

Mit diesen 5 Tipps gehen Sie dem Innenleben Ihrer Zielgruppe erfolgreich auf den Grund

  1. Graben Sie tiefer: Eine Zielgruppe ist viel mehr als Einkommen und Wohnort. Wenn Sie herausfinden, was Ihre Zielgruppe bewegt und welches die psychologischen Treiber für ein bestimmtes Verhalten sind, werden Sie in der Lage sein, zielorientierten und individuellen Content zu produzieren, der Ihre Zielgruppe abholt und mit dem sich die Nutzer identifizieren können.
  2. Gehen Sie datenbasiert vor: Das funkelnde Kreativkonzept für Ihre Kampagne kann noch so vielversprechend sein – schiesst es an Ihrer Zielgruppe vorbei, ist die harte Arbeit umsonst. Sind saubere Daten zur Zielgruppe als Grundgerüst vorhanden, kann auf diesem Gerüst Kreativität aufgebaut werden, die mit hoher Sicherheit auch Ihre Zielgruppe erreicht.
  3. Nehmen Sie’s genau: Genauigkeit ist beim Verstehen der Zielgruppe bereits die halbe Miete. Zeitverschwendung und Leerläufe können verhindert werden, indem Sie von Anfang an Zeit in das Verständnis Ihrer Zielgruppe investieren. Haben Sie die Motivationstreiber und somit Nutzertypen sauber und spezifisch identifiziert, sparen Sie später Zeit – nicht nur im Marketing, sondern auch in der Produktlancierung und bei der Optimierung des Contents. 
  4. Identifizieren Sie die Meinungsmacher Ihrer Zielgruppe: Um das Verständnis für die Zielgruppe zu schärfen, macht es auch Sinn, die Meinungsmacher innerhalb der Zielgruppe herauszufinden. Für dieses Verständnis hilft eine Netzwerkanalyse, um zu eruieren, welches die einflussreichsten Publisher und Influencer sind, die mit ihrem Content die grösste Resonanz generieren.
  5. Setzen Sie auf die Zusammenarbeit mit Experten: Professionelle Analysten wissen nicht nur wie man die relevanten Daten zusammenträgt, sondern auch wie diese Daten zu interpretieren sind. Bei einer Zusammenarbeit können Sie durch das breite Know-how der Analysten sichergehen, dass in der Analyse keine wichtigen Resultate und Einblicke verloren gehen.
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Social-Media-Analyse

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Netzwerkanalyse

Um das Verhalten der Nutzer auf Social Media zu ermitteln, eignet sich eine Social-Media-Analyse besonders gut. Diese umfasst das Monitoren, Aggregieren und Analysieren von Social-Media-Posts aus unterschiedlichen Quellen und gibt Aufschluss darüber, für welche Themen sich die eigenen Nutzer interessieren und wie sie auf Themen reagieren.

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Fazit 

Seine Zielgruppe gut zu verstehen, lohnt sich: Wenn Sie Ihre Kunden verstehen, produzieren Sie zielorientierte Inhalte, die besser auf Ihre Zielgruppe zugeschnitten sind.

 

Bei einem tiefen Verständnis der Zielgruppe geht es nicht nur um die Analyse von Kaufabsichten oder Conversion Rates, sondern vielmehr um Inhalte. Eine Social-Media-Analyse gibt Aufschluss darüber, was User kommentieren, was sie denken, was sie liken und was ihnen wichtig ist. Als Ergänzung dienen Daten, die Insights über demografische Aspekte wie Alter, Einkommen und geografische Locations geben.

 

Möchten Sie Ihre Zielgruppe besser verstehen? Wir unterstützen Sie dabei! Für den Deep Dive bei der Analyse von Zielgruppen wenden unsere Analysten verschiedene Tools an, um die Daten zusammenzutragen und auszuwerten.

Stefan Siefert

Stefan Siefert

Projektleiter Digital Media Analytics

Telefon 044 388 82 32

E-Mail stefan.siefert@argusdatainsights.ch

Stefan Siefert arbeitet als Project Manager Digital Media Analytics bei ARGUS DATA INSIGHTS Schweiz. Er kommt aus der Medien- und Reputationsforschung und befasst sich seit einigen Jahren mit Online- und Social-Media-Analysen. Er hilft unseren Kunden dabei datenbasierte & erfolgssteigernde Insights zu gewinnen.


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